Guter 6. Platz für das 2. Bundesligateam in Hannover - Julia Bröcker mit Podiumsplatzierung

Im zweiten Rennen der 2. Bundesliga Saison 2019 erkämpften die Bargteheider Damen einen guten 6. Platz beim Maschsee Triathlon in Hannover. Nur 6 Tage nach dem ersten Rennen der Serie, standen Alicia Stölting (29.), sowie Stina (34.) und Hjørdis Mick (22.) wieder an der Startlinie. Den entscheidenden Beitrag zur guten Teamplatzierung brachte die 16-jährige Julia Bröcker (VfL Oldesloe) in ihrem ersten Bundesliga Rennen für das Bargteheider Team mit einem 3. Platz in der Einzelwertung.

 

Nur eine Woche nach dem Saisonauftakt in Gütersloh, stand beim Maschsee Triathlon im Herzen von Hannover das zweite Rennen der Serie über Sprintdistanz (750 m – 20 km - 5 km) an. War die Woche zuvor gar noch ein Schwimmverbot ob der zu kalten Wassertemperatur des Maschsees in der Diskussion gewesen, hatte Wetter einigermaßen mitgespielt und schwimmbare Temperaturen sichergestellt. Bei rund 19 °C war das Tragen von Neoprenanzügen erlaubt.

Dafür raute ein kräftiger Wind das Wasser des 750 Meter langen Viereckskurs auf und erschwerte neben dem üblichen Getümmel an den Bojen das Schwimmen. So lagen die Zeiten des gesamten Feldes auch durchweg unter dem Vorjahresniveau. Eine Spitzengruppe mit 9 Athletinnen stieg nach 11:25 Minuten am Südufer des Maschsees aus dem Wasser. Rund 10 Sekunden dahinter folgen Hjørdis und Julia nur Sekunden voneinander getrennt in Richtung Wechselzone. Mit einer Schwimmzeit von rund 13 Minuten konnten Alicia und Stina ebenfalls dicht hintereinander individuell gute Schwimmleistungen abrufen.

Ein schnelles Finden und Formieren in einer Radgruppe war auf dem dreimal zu fahrenden Wendeschleifenkurs essentiell. Eine rund 2,5km lange Gerade entlang des Seeufers, die entsprechend 6 Mal zu fahren war, machte es praktisch unmöglich für Solisten gegen den in einer Gruppe existierenden Windschattenvorteil zu bestehen.

Schnell formierte sich eine Führungsgruppe mit 4 Athletinnen. Die große Hauptgruppe von ca. 15 Starterinnen, in der auch Julia und Hjørdis sich etablieren konnten, lag zu Beginn der 23 Radkilometer 20 Sekunden zurück. Schnell konnte das Feld aber den Abstand auf das Führungsquartett innerhalb der ersten Runde auf 10 Sekunden verringern und schaffte den Zusammenschluss im Laufe zweiten Radrunde.

Alicia fand sich gemeinsam mit drei weiteren Starterinnen in einer Verfolgergruppe zusammen, die innerhalb der ersten Runde gut zusammenarbeitete. Rund 30 Sekunden dahinter formierte sich aus einem Quartett um Stina und weiteren versprengten Fahrerinnen eine weitere starke Gruppe, die schnell Boden gut machen und bereits in der zweiten Runde auf die Gruppe um Alicia auffahren konnte. Eine Schrecksekunde im Eifer der Aufholjagd: Eine Athletin kommt bei hoher Geschwindigkeit zu Fall. Das Rad schleudert durch die Luft. Glücklicherweise ohne eine weitere Starterin zu Fall zu bringen. Trotz aller Bemühungen wuchs jedoch der Rückstand auf die große erste Gruppe aus nun rund 20 Athletinnen auf fast 3 min zum Ender der letzten Runde an: Eine kleine Vorentscheidung im Platzkampf.

In der großen Führungsgruppe hatten Julia und Hjørdis eine gute Ausgangsposition für 5 Laufkilometer in zwei Wendepunktrunden entlang des Seeufers. Hier konnte Julia nun ihre Laufstärke ausspielen, die sie bereits als 4.-platzierte der diesjährigen Deutschen Duathlon Meisterschaften gezeigt hatte. Und das sogar im direkten Duell, mit Franka Rust (RSC Lüneburg), die das damalige Rennen aufgrund ihrer Radstärke deutlich für sich entscheiden konnte. Die gesamten 5km blieb eine Spitzengruppe von vier bis fünf Athletinnen geschlossen zusammen. Erst die letzten 500 Meter brachten die Entscheidung: Hier konnte Julia dann nicht mehr ganz mit der späteren Siegerin Hannah Stegmaier (SSF Bonn) und Franka Rust mitgehen und überquerte mit 10 Sekunden Rückstand auf Stegmaier in 1:08:02 Stunden die Ziellinie. Alle drei liefen die 5km in unter 18min.

In guter Ausgangslage und mit relativ lockeren Beinen konnte auch Hjørdis auf die Laufstrecke gehen und lief nahe ihrer persönlichen Bestzeit als 22. ins Ziel (1:10:35h). Sie verbessert ihre Laufzeit gegenüber dem Vorjahr um über 2:30min. Alicia, in der Regel eine recht gute Läuferin, musste dem kräftezehrenden Radfahren Tribut zollen und konnte keine Topleistung mehr abrufen. Mit einer Laufzeit von unter 20min, schaffte sie es dennoch einen guten 29. Platz in 1:13:12 Stunden ins Ziel zu bringen. Stina versuchte die letzten Reserven zu mobilisieren und sicherte mit einem 34. Rang (1:15:29h) das Teamergebnis solide ab.

In der Tageswertung summieren sich Julias Top-Ergebnis gemeinsam mit den weiteren guten Einzelergebnissen auf einen 6. Platz. Damit steht das Bargteheider Team nun punktgleich mit dem DLC Aachen auf Rang 7 der Saisontabelle.

Nun heißt es: Position verteidigen und wenn möglich nach vorne ausbauen. Die nächste Möglichkeit gibt es dazu am 16. Juni beim Quasi-Heimwettkampf des Teams, dem Rosenstadt Triathlon in Eutin.

 

Ergebnislisten:

https://www.triathlonbundesliga.de/home/2.-bundesliga/2.-triathlon-bundesliga-nord/

bzw. http://hannover-tria.r.mikatiming.de/2019/?pid=start

 

[Lukas Schott // 27.05.2019]

 

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